Mittwoch, 9. April 2014

1.60 Euro Lohn/Stunde


1,60 Euro Lohn/Stunde kann in Ordnung sein

Stundenlöhne von 1,60 Euro sind sittenwidrig, aber als Integrationshilfe in den Arbeitsmarkt können sie legal sein. Mit dieser Begründung wies das Arbeitsgericht eine Klage des Jobcenters gegen einen Rechtsanwalt ab. Der Anwalt hatte zwei Bürokräfte für Stundenlöhne von 1,54 bzw. 1,65 Euro beschäftigt. Diese Löhne seien zwar sittenwidrig, urteilte das Gericht. Der Anwalt habe aber nicht ausbeuterisch gehandelt. So hätten die Beschäftigten auf eigenen Wunsch unter diesen Konditionen angefangen, um wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen. Es sei eine Gefälligkeit gewesen.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/929687.jobcenter-unterliegt-im-streit-um-lohndumping.html



Dienstag, 3. Dezember 2013

... aus dem Kollegenkreise wird berichtet:


... die Mandantin kauft auf dem Flohmarkt zum Preis von 30 Euro einen Pappkarton mit etwa 100 gebrauchten Büstenhaltern. 
30 Stück davon behält sich für sich, die ganz schäbigen schmeisst sie weg und weitere 25 Stück stellt sie bei eBay zur Auktion. Eine ihr gänzlich unbekannte Dame ersteigert die BHs für 17.54 Euro. Zahlung, Lieferung; alles ordentlich abgewickelt. 
Die Käuferin stellt dann fest, daß in einem der BHs „weisses Pulver“ eingenäht ist. Sie geht damit zur Polizei. 
Es folgt ein Strafbefehl gegen die Mandantin wegen vorsätzlichen in-Verkehr-bringens von Betäubungsmitteln. 
Wer aber bitte, der weiss, daß Kokain drin ist, verkauft über eine Internetplattform schäbige gebrauchte BHs an eine wildfremde Person?
Absurde Geschichte? 
Mitnichten. 
Das ist praktische Anwaltstätigkeit. 

Dienstag, 26. November 2013

Stau? Vollsperrung?


Stau auf der A7 

... Nach Aussage von mehreren Zeugen soll sich ein Pornodarsteller mit zwei jungen Damen im Stau befunden haben, der dann angeblich seine Künste zeigte:
Er soll Sex auf der Leitplanke gehabt haben, wurde der Polizei von einem Anrufer berichtet. Andere Anrufer sprachen von erotischen Darbietungen auf der Motorhaube. Wie die Zeugen dazu kamen, dass es sich um einen Pornodarsteller handelte, ist nicht bekannt.
Als die Polizei eintraf, habe besagter Mann mit zwei Frauen im Wagen gesessen. Alle waren bekleidet, berichtet Polizeisprecher Manfred Knoch. Was zuvor tatsächlich passiert war, konnten die Beamten nicht genau ermitteln. ...

 http://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/a7-kirchheim-hersfeld-schwerer-unfall-vollsperrung-2872188.html

Mittwoch, 6. November 2013

Das pralle Leben.

Heute bei der Post. 
Sie steht am Münzkopierer. 
Er unterstützt sie mit hilfreichen Kommentaren. 
Sie: "Jürgen, wenn Du jetzt noch ein Wort sagst, bringe ich Dich um!" 

1. Er hat nicht die richtigen Worte gefunden. 
2. Sie macht eine klare Ansage. 
3. Der Zuhörer sucht das Weite; er möchte nicht in eine Mordsache reingezogen werden. 


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Vierzig Jahre ...

24. Oktober 2013 
Mehrere Presseorgane melden: 

Die Schauspielerin Sophia Loren hat nach fast vierzig Jahren vor dem Kassationsgericht in Rom in einem Steuerrechtsstreit obsiegt. 
Nach fast vierzig Jahren ... 
Vierzig Jahre sind beispielsweise länger als die übliche Berufsdauer eines Fachanwalts für Steuerrecht. Mehr als eine Generation. Länger als die Höchstdauer jeder Verjährungsfrist. 
Hat das noch was mit Rechtsprechung zu tun? 
Prozessvertreter Rechtsanwalt Giovanni Desideri: "Der Gerichtshof hat einem kafkaesken Fall ein Ende bereitet".

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Interessante ÖFFNUNGS-Zeiten


Dienstag, 24. September 2013

Was dürfen Richter?


An einem Amtsgericht in Berlin forderten Richter eine muslimische Anwältin auf, ihr Kopftuch abzulegen.
Rechtsanwälte übten aber einen freien Beruf aus. 

Sie sind keine Organe des Staates. 
Der Präsident der Rechtsanwaltskammer sagt dazu: „Im Gegensatz zu Staatsanwältinnen und Berufsrichterinnen sind Anwältinnen nicht gesetzlich zu religiöser Neutralität verpflichtet.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kopftuchstreit-in-berlin-richter-wollten-anwaeltin-teilnahme-an-verhandlung-verweigern/8805724.html 

Die Richter müssen wohl nochmal die Verfassung lesen.